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Hinterkopf und Nacken selbst rasieren: So wird es auch hinten glatt

Oben und an den Seiten ist es einfach – am Hinterkopf rasierst du blind. Mit ein paar Tricks bleiben dort keine Stoppelinseln mehr stehen.

Von Redaktion Kopfrasierer.ch·Aktualisiert 22. September 2026·5 Min. Lesezeit
AnleitungenHinterkopf und Nacken selbst rasieren: So wird es auch hinten glattKopfrasierer.ch
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Der Hinterkopf ist die Stelle, an der die meisten Glatzenträger scheitern. Oben siehst du dich im Spiegel, an den Seiten ebenfalls. Hinten dagegen arbeitest du nach Gefühl, dein Handgelenk steht in einem ungewohnten Winkel, und die Haare wachsen im Nacken oft kreuz und quer. Das Ergebnis sind kleine Stoppelinseln, die du selbst nicht siehst – alle anderen aber schon. Mit der richtigen Technik bekommst du das in den Griff.

Warum der Hinterkopf so schwierig ist

  • Kein Sichtkontakt: Du siehst nicht, wo du schon warst.
  • Wechselnde Wuchsrichtung: Rund um den Wirbel und im Nacken wachsen die Haare in verschiedene Richtungen, teilweise flach an der Haut.
  • Anatomie: Der Hinterkopf wölbt sich stark, und am Übergang zum Nacken gibt es eine Mulde.
  • Ungewohnter Griff: Du hältst das Gerät hinter dem Kopf, der Arm ermüdet schnell.

Die Vorbereitung

Am Hinterkopf lohnt sich eine gute Vorbereitung doppelt. Die Haut sollte sauber und entweder ganz trocken oder – bei der Nassrasur – mit Gel versehen sein. Die Stoppeln sollten kurz sein: Wer alle ein bis drei Tage rasiert, hat es hinten deutlich leichter, weil der Rasierer die kurzen Haare sofort erfasst. Lange Stoppeln im Nacken legen sich flach an und entwischen dem Gerät.

Die Zwei-Spiegel-Methode

Für die ersten Rasuren ist sie Gold wert: Stell dich mit dem Rücken zum Badezimmerspiegel und halte einen Handspiegel vor dich, leicht schräg. So siehst du deinen Hinterkopf über den grossen Spiegel. Das ist anfangs verwirrend, weil alle Bewegungen gespiegelt sind. Nach ein paar Mal klappt es aber. Alternativ kannst du einen Klappspiegel an der Wand montieren oder ein Foto mit dem Handy machen, um zu kontrollieren, ob Stellen übrig sind.

Die Technik Schritt für Schritt

  1. Vom Scheitel nach unten: Setz den Kopfrasierer am höchsten Punkt des Hinterkopfs an und arbeite dich in kleinen Kreisen Richtung Nacken vor.
  2. In Bahnen denken: Teile den Hinterkopf gedanklich in drei senkrechte Streifen – links, Mitte, rechts. Rasiere einen Streifen komplett, bevor du zum nächsten gehst. So vergisst du keine Stelle.
  3. Den Wirbel extra behandeln: Am Wirbel kleine Kreise erst im, dann gegen den Uhrzeigersinn.
  4. Kopf neigen: Für den unteren Hinterkopf und den Nacken den Kopf nach vorne neigen, das Kinn Richtung Brust. Das strafft die Haut und glättet die Mulde.
  5. Hand wechseln: Viele rasieren die linke Seite des Hinterkopfs mit der linken und die rechte mit der rechten Hand. Das ist anfangs ungewohnt, schont aber das Handgelenk.
  6. Tasten: Streiche mit der freien Hand über die rasierte Fläche. Wo es rau ist, zwei kleine Kreise nachsetzen.

Der Nacken und der Übergang zum Hals

Im Nacken entscheidest du, wie der Übergang aussieht. Die meisten rasieren den Kopf komplett glatt bis dorthin, wo der natürliche Haaransatz endet, und lassen den Übergang weich auslaufen. Wer im Nacken auch am Hals Haare hat, rasiert diese einfach mit. Wichtig: Die Haut im Nacken ist dünner, und Kragen reiben dort täglich. Hier besonders sanft arbeiten, sonst drohen Rötungen und eingewachsene Haare.

Hinter den Ohren

Klappe das Ohr mit der freien Hand nach vorne und führe den Rasierer in kleinen Bewegungen um die Ohrmuschel herum. Die Haut ist hier sehr gebogen, und bewegliche Köpfe spielen ihren Vorteil voll aus. Ein Gerät mit kompaktem Kopf und gutem Griff macht diese Stelle viel einfacher.

Welches Gerät hilft am Hinterkopf?

Am Hinterkopf zeigt sich, was ein Kopfrasierer wirklich kann. Diese Eigenschaften machen den Unterschied:

  • Viele schwimmende Köpfe: Sie decken mehr Fläche ab und folgen der starken Wölbung, auch wenn du den Winkel nicht perfekt triffst.
  • Sicherer Griff: Das Gerät muss sich auch hinter dem Kopf und mit nasser Hand gut führen lassen.
  • Kabellos: Ein Kabel stört bei den Armbewegungen hinter dem Kopf.
  • Ausreichend Akku: Hinten brauchst du anfangs am längsten, der Motor sollte bis zum Schluss volle Leistung bringen.

Die Geräte, die diese Punkte am besten erfüllen, findest du in unserem Vergleich der besten Kopfrasierer.

Übung macht den Meister

Die ersten paar Male dauert der Hinterkopf am längsten. Nach zwei, drei Wochen kennst du deine Kopfform, weisst, wo der Wirbel sitzt und welche Stellen du gerne vergisst. Dann geht es fast automatisch – und du brauchst keinen Spiegel mehr. Einen Überblick über die ganze Rasur findest du in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Häufige Fehler am Hinterkopf

  • Zu viel Druck, weil man nichts sieht und «sicher gehen» will
  • Den Nacken nicht strecken und die Mulde auslassen
  • Zu lange Stoppeln, die sich flach anlegen
  • Keine Kontrolle mit der Hand oder dem Spiegel
  • Den Hinterkopf als Letztes rasieren, wenn der Arm schon müde ist – manchen hilft es, hinten anzufangen

Fazit

Den Hinterkopf selbst zu rasieren ist eine Frage von Systematik und Übung. Arbeite in festen Streifen, neige den Kopf für den Nacken, kontrolliere mit Hand und Spiegel – und nutze einen Kopfrasierer, der sich der Kopfform anpasst. Dann ist deine Glatze auch hinten so glatt wie vorne.

Häufige Fragen

Wie sehe ich beim Rasieren meinen Hinterkopf?

Mit zwei Spiegeln: Rücken zum Badezimmerspiegel, einen Handspiegel vor dich halten. Alternativ ein Handyfoto zur Kontrolle.

Warum bleiben am Hinterkopf immer Stoppeln stehen?

Weil du nichts siehst, die Wuchsrichtung wechselt und die Haare im Nacken flach anliegen. Arbeite in festen Streifen und taste mit der Hand nach.

Sollte ich mit dem Hinterkopf anfangen?

Das kann helfen, weil dein Arm dann noch nicht müde ist und du dir mehr Zeit für die schwierigste Stelle nimmst.

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